Sonntag, 20. Mai 2012

    Volkstrauertag

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    Der Volkstrauertag ist in Deutschland ein stasstlicher Gedenktag und gehört zu den "Stillen Taggen". Er Wird seit 1952 zwei Sonntage vor dem 1. Advent  begangen und erinnert an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Natione.

    Der Volkstrauertag wurde 1919 vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge als Gedenktag für die gefallenen deutschen Soldaten des Ersten Weltkrieges vorgeschlagen. 1922 fand die erste Gedenkstunde im Reichstag statt. 1926 wurde entschieden, den Volkstrauertag regelmäßig am Sonntag Reminiscere (fünfter Sonntag vor Ostern) zu begehen. Der Volkstrauertag wurde erstmals am 28. Februar 1926 begangen. Überall fanden Gedenkfeiern für die deutschen Gefallenen des Ersten Weltkriegs statt. Die „Cellesche Zeitung“ berichtete in ihrer Ausgabe vom 27. Februar 1926

    Die zentrale Gedenkstunde zum Volkstrauertag findet jeweils im Deutschen Bundestag statt. Eine Rede und ein Wort des Bundespräsidenten in Anwesenheit des Bundeskanzlers, des Kabinetts und des Diplomatischen Korps ist üblich, ebenso die musikalische Gestaltung, das Spielen der Nationalhymne und des Liedes Der gute Kamerad. Angelehnt an die Form der zentralen Gedenkstunde werden in allen Bundesländern und den meisten Städten und Gemeinden ebenfalls Gedenkstunden mit Kranzniederlegungen durchgeführt.

    Kriegstotengedenken in anderen Ländern Künstliche Mohnblumen erinnern an die Toten der Weltkriege am Remembrance Day Im britischen Empire (heute: Commonwealth of Nations) wurde nach dem Ersten Weltkrieg ein nationaler Gedenktag, der 11. November, eingeführt. Er wird Remembrance Day oder Armistice Day (deutsch: Waffenstillstandstag) genannt. Armistice Day deshalb, weil am Ende des Ersten Weltkrieges der Waffenstillstand von Compiègne besagte, dass die Kriegshandlungen am „Elften Tag des elften Monats um elf Uhr“ enden sollten. In England wird das Remembrance Day Weekend begangen. Am 11. November werden zwei Schweigeminuten gehalten. Am nächstgelegenen Sonntag legt das Staatsoberhaupt in Gegenwart des Premierministers sowie von Veteranen am Mahnmal Cenotaph einen Strauß mit Mohnblumen nieder. Künstliche Mohnblumen zum Anstecken werden durch Helfer des Veteranenverbandes British Legion verkauft und getragen. Die Mohnblume (engl. poppy) soll – in Anlehnung an das Gedicht „In Flanders Fields“ des Kanadiers John McCrae – an die vom Blut der Soldaten des Ersten Weltkrieges geröteten Felder Flanderns erinnern, weshalb der Gedenktag auch Poppy Day genannt wird. In London werden in der Nacht zu diesem Sonntag öffentliche Gebäude (blut-)rot angestrahlt. In Kanada wird der Toten am Nationalen Kriegsdenkmal (National War memorial) in Ottawa gedacht. In den Wochen vor dem Remembrance Day verteilen Helfer und Mitglieder des Veteranenverbandes Royal Canadian Legion gegen eine Spende künstliche Mohnblumen zum Anstecken die von sehr vielen Kanadiern getragen werden. Die Schlacht von Vimy während des Ersten Weltkriegs gilt als inoffizielle Geburtsstunde Kanadas. In vielen Provinzen ist der 11. November ein Feiertag. In Südafrika wird der Toten am Sonntag nach dem 11. November am Cenotaph in Johannesburg und in der Hauptstadt Pretoria gedacht. In Australien und Neuseeland wird ebenfalls am 11. November der Toten gedacht. Außerdem wird am 25. April, dem Jahrestag der Landung auf der türkischen Halbinsel Gallipoli im Jahr 1915, der ANZAC Day begangen. In den USA wird der letzte Montag im Mai als Memorial Day begangen. Der am 11. November als Veterans Day begangene Tag hingegen dient der Erinnerung und Würdigung der überlebenden Soldaten der Weltkriege. In Belgien und Frankreich ist der 11. November ebenfalls ein arbeitsfreier Gedenktag. In den Niederlanden wird am 4. Mai der Toten des Zweiten Weltkrieges sowie späterer Militäroperationen gedacht (u. a. die Einsätze der UN-Friedenstruppen). Dabei kommt die Königin mit Mitgliedern ihrer Familie und der Regierung nach Amsterdam, wo nach zwei – im ganzen Land zu beachtenden – Schweigeminuten von 20.00–20.02 Uhr eine Kranzniederlegung stattfindet. Der 5. Mai wird in den Niederlanden dann als Nationalfeiertag der Befreiung (am 5. Mai 1945) begangen. In Georgien ist der Totengedenktag am 9. April ein gesetzlicher Feiertag. In Österreich wird zu Allerheiligen an den Kriegerdenkmälern der Toten der beiden Weltkriege gedacht. In Israel wird alljährlich an Jom haZikaron, nach jüdischem Kalender am 4. Ijjar der gefallenen israelischen Soldaten sowie der Opfer des Terrorismus gedacht.
     
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